Winterdinner | Deko-Tipps und Rezepte aus dem eigenen Garten

{enthält Werbung} Unter dem Motto „Grüner Advent“ haben 18 wunderbare Garten‐, Food‐, und DIY‐Blogger zusammengefunden und einen ganz besonderen Adventskalender geschaffen! Es erwarten euch viele nachhaltige Ideen und Inspirationen aus dem Garten für eine schöne Adventzeit. Täglich öffnet sich ein Türchen zu tollen DIY’s, allerlei selbstgemachten, leckeren, weihnachtlichen Rezepten, super Geschenkideen und vielen tollen Gewinnen!
Der „Grüne Advent“ wurde von Frau Meise ins Leben gerufen. Auf ihrem Blog findet ihr auch den Gartenblogger‐Adventskalender. Mit jedem „Klick“ auf das aktuelle Türchen, öffnet sich euch ein anderes Gartenreich! Macht mit und lasst euch überraschen! Wir freuen uns schon sehr auf euch!
Mit dabei sind diese tollen Blogs: Frau Meise | Beetkultur | Cuddling Carrots | Der kleine Horrorgarten | Ein Stück Arbeit | Farmmade | Gartenbaukunst | Gartenfräulein | Grüneliebe | Hauptstadtgarten | Kistengrün | Mrs. Greenhouse | My Cottage Garden | Osmers | Rienmakäfer | Stadtfarm | YeOldeKitchen

Für den grünen Adventskalender habe ich mir ein Adventsmenü überlegt, dass mit allerlei Gemüse und Obst aus dem heimischen Garten zubereitet werden kann. Dabei sind Rezepte wie ein fruchtig-winterlicher Salat, ein typisch Italienisches Wintergericht und ein festlicher Adventskuchen entstanden. Die Dekoration für den Esstisch habe ich ebenfalls aus dem Garten. Mit den Naturmaterialien wird es schön gemütlich und rustikal.
Mein Menü für vier Personen:
| Vorspeise | Karamellisierter Apfel auf Ziegenkäse mit Feldsalat
| Hauptspeise | Pizzoccheri – Buchweizennudeln mit Wirsing und Kartoffeln
| Nachspeise | Bratapfeltorte

Vorspeise: Karamellisierter Apfel auf Ziegenkäse mit Feldsalat

Das ist eine schnelle und so leckere Vorspeise die meine Mutter einmal an Heilig Abend für uns zubereitet hat. Der karamellisierte Apfel passt wunderbar zum feinen Ziegenkäse und der knackig-säuerliche Feldsalat macht daraus ein richtig schönes Gericht.

  • 4 Apfelscheiben (1 cm)
  • 4 Scheiben Ziegenkäserolle (200g)
  • 2 TL brauner Zucker
  • 4 Thymianzweige
  •  250 Feldsalat
  • 20g Walnüsse

Dressing:

  • 3 EL weißer Balsamico
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Honig
  • 1 TL Mittelscharfer Senf
  • 1 TL Tafelmeerrettich oder ½ TL frisch geriebener Meerrettich)
  • Salz und Pfeffer

Jede Apfelscheibe mit einem 1/2 TL Zucker gleichmäßig bestreuen. Je Apfelscheibe eine Ziegenkäsescheibe aufsetzen. Die Blätter der Thymianzweige auf dem Ziegenkäse verteilen und etwas Zucker oder Honig darüber träufeln.

Das Apfel-Ziegenkäse Türmchen bei 180° C ca. 10-15 Minuten überbacken.

In der Zwischenzeit den Feldsalat waschen und auf einem Teller anrichten.

Aus Balsamico, Olivenöl, Meerrettich, Senf, Honig, Salz und Pfeffer ein Dressing mixen. Bevor der Käse aus dem Ofen kommt, den Salat mit dem Dressing beträufeln.

Walnüsse kurz anrösten.

Zum Abschluss die Apfel Ziegenkäse Kreation aus dem Ofen nehmen und neben dem Feldsalat anrichten. Die Walnüsse darüber geben und je nach Wunsch etwas Honig darüber geben.

Tipp: Statt Zucker kann man auch wunderbar Honig verwenden. Falls die Ziegenkäserolle sehr groß ist wie es bei mir der Fall war, einfach eine halbe bzw. zwei viertel der Ziegenkäserolle auf dem Apfel anrichten.

Hauptspeise: Pizzoccheri – Buchweizennudeln mit Wirsing und Kartoffeln

Pizzoccheri sind Italienische Buchweizennudeln, die ihren Ursprung in Norditalien haben. So habe ich diese wunderbaren Nudeln das erste Mal in Südtirol auf einer Hütte gegessen. Als ich mir für das Menü Gedanken darüber gemacht habe, was man kochen kann das Gartenbegeisterte jetzt auf ihren Beeten noch ernten können oder eingelagert haben, kam ich ziemlich schnell auf dieses leckere wärmende Gericht zur Winterzeit.

Teig:

  • 210ml Wasser
  • 375g Buchweizenmehl
  • 75g Weizenmehl

Topping:

  • 350g Kartoffeln
  • 600g Wirsing (auch super mit Palmkohl oder Grünkohl)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 6 Salbeiblätter
  • 2 EL Butter (80g)
  • 250g Raclettekäse (200g)
  • 50g Parmesan (80g)
  • Salz & Pfeffer

Zusätzlich:

  • 3l Wasser mit 30g Salz (Zum Nudeln/Kartoffeln kochen)
  • Etwas Buchweizenmehl zum Nudelteig ausrollen

Tipp: Statt Raclettekäse kann man auch Bergkäse verwenden. Traditionell verwendet man italienischen Fonina-Käse, allerdings ist der in Deutschland nur schwer zu bekommen.

Für den Teig Buchweizenmehl mit Weizenmehl in einer Schüssel vermischen und nach und nach das Wasser hinzugeben. Alles zu einem glatten Teig kneten.

Die Arbeitsfläche mit etwas Buchweizenmehl bestreuen und den Teig bis zu 2mm ausrollen. Pizzocchieri sind etwas dicker als normale Pasta.

Für die Pizzoccheri den Teig nun in 5×1 cm große Rechtecke schneiden.

3l Wasser mit 30g Salz in einem sehr großen Topf zum Kochen bringen.

Kartoffeln schälen und in große Würfel schneiden. Den Wirsing halbieren, dann achteln, den Strunk entfernen, Streifen runter schneiden und Waschen. Den Raclettekäse grob reiben.

In einem kleinen Topf/Pfanne bei mittlerer Hitze die Butter schmelzen lassen, die Salbeiblätter dazugeben. Den Knoblauch mit Schale halbieren oder mit der flachen Seite des Messers quetschen und komplett in den Topf zur Butter geben. Für etwa 10 Minuten die Butter aromatisieren

Die Kartoffeln zuerst in das kochende Wasser geben, 5 Minuten köcheln lassen, dann den Wirsing dazugeben und für 3 Minuten köcheln. Zum Schluss werden die Nudeln Stück für Stück unter vorsichtigem Rühren mit dem Kochlöffel dazugegeben damit sie nicht zusammenkleben und dann für etwa 7 Minuten mitgegart.

In einer großen Pfanne einen kleinen Schöpflöffel Nudelwasser hineingeben. Ein Drittel der Nudeln/Gemüse abschöpfen und in die Pfanne geben, dann etwas vom Raclettekäse darüber geben und wieder ein Teil der Nudeln usw. Knoblauch und Salbeiblätter aus der Butter nehmen und die Butter über die Nudeln geben. Den Herd komplett ausstellen, einen Deckel auf die Nudeln geben und etwa 5 Minuten den Käse schmelzen lassen.

Nudeln vorsichtig umrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf den Tellern anrichten. Den Parmesan grob darüber hobeln und servieren.

Nachspeise: Bratapfeltorte

Die Idee für diese Torte kam mir, als ich in der Vorratskammer vor Kisten über Kisten von Äpfeln stand. Ich wollte unbedingt eine Nachspeise mit Äpfeln machen und der Bratapfel war das erste was mir in den Sinn kam. Stück für Stück hat sich eine Idee in meinem Kopf manifestiert und herausgekommen ist eine winterliche Bratapfeltorte mit viel Zimt und Karamell.

Zutaten:

Teig:

  • 125g Butter
  • 100g Zucker
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier
  • 125g Mehl
  • 1 EL Kakaopulver
  • 50g Haselnüsse gemahlen
  • 1 gestrichener TL Backpulver

Füllung:

  • 300g Äpfel
  • ½ TL Zimt
  • 2 EL Zucker
  • Saft einer Zitrone

Topping:

  • 250g Quark
  • Etwas Zucker
  • ½ TL Zitronenschalen abrieb (Bio-Zitrone)

Karamell:

  1. 3 EL Wasser
  2. 75g Zucker
  3. 50ml Sahne
  4. 1 EL Butter
  5. ½ TL Salz

Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Für den Teig, Butter, Zucker, Salz und Lebkuchengewürz mit dem Handrührgerät geschmeidig rühren.

Nach und nach die Eier dazugeben.

Das Mehl mit dem Kakaopulver und den Haselnüssen vermischen und nach und nach zum Teig dazugeben.

Den Teig in eine gefettete, kleine Springform geben (Durchmesser 18cm). Bei 180°C etwa 40-45 Minuten Ober-/Unterhitze backen. Der Kuchen muss gut abgekühlt sein bevor er weiterverarbeitet werden kann.

Die Äpfel vierteln, vom Kerngehäuse befreien, längs in 3 Spalten schneiden und dann in feine Scheiben.

Die Zitronenschale für die „Glasur“ abreiben und zur Seite legen. Den Saft der Zitrone in einen kleinen Topf geben, die Äpfel mit 2 EL Zucker und ½ TL Zimt dazugeben. Alles umrühren und bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten köcheln.

Den Quark mit dem Zitronenabrieb mischen, mit etwas Zucker die Glasur abschmecken. Die Creme in einen Spritzbeutel füllen.

Den Abgekühlten Kuchenboden vorsichtig in der Mitte teilen und den oberen Teil zur Seite legen. Falls nötig den Oberen Teil noch einmal etwa wegschneiden um ihn zu begradigen.

Den Unteren Boden auf einen Teller oder eine Kuchenplatte stellen. Die Äpfel mit dem Saft auf dem Boden verteilen, etwa 1cm Platz zum Rand lassen. Mit dem Spritzbeutel den Quark am Rand entlang ziehen. Dann denn den zweiten Boden als Deckel daraufsetzen und mit dem Quark und einer Spachtel alles um den Kuchen verteilen, dass eine „Naked-Cake-Optik“ entsteht.

Die Hälfte des Zuckers für das Karamell mit 3 EL Wasser in einen Topf geben und bei hoher Temperatur karamellisieren lassen bis sich der Zucker braun verfärbt. Den Topf von der heißen Platte ziehen, Salz, den restlichen Zucker, Sahne und Butter dazugeben. Nicht mit dem Löffel verrühren, sondern nur durch schwenken des Topfes schmelzen. Der Topf kann wieder auf die heiße Platte gestellt werden, dann nochmal kurz aufkochen lassen und das Karamell ist fertig.

Das Karamell über den Kuchen geben, sollte es noch zu flüssig sein, kann man etwas warten bis das Karamell leicht abgekühlt ist und es dann darauf geben.

Man kann den Kuchen nun gerne mit Zimtstange und Anissternen verzieren.

Adventsdinner Dekoration

Für die Dekoration habe ich Efeu, Haselnusszweige und allerlei Gestrüpp aus dem Garten verwendet, ebenfalls frische Kräuter vom Balkon wie Thymian und Salbei, Paketschnur und Leinenservietten sowie silberne Kerzenständer. Verschiedene Einmachgläser habe ich mit Teelichtern versehen und einfache Glasflaschen als Vasen umfunktioniert. Ich habe das alte Silberbesteck meiner Oma gedeckt und verschiedene Teller in Grautönen. Da ich zum Fotografieren viele unterschiedliche Teller benötige, kaufe ich mir oft kein komplettes Set sondern 1-2 Teller aus einer Serie. Da sie aus einer Farbfamilie kommen, lassen sie sich super miteinander kombinieren und durch die unterschiedlichen Teller wirkt es etwas Lebendiger und hat mehr Struktur, dass gefällt mir daran.

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