Anzucht – jetzt kann’s losgehen!

Es ist März und die ersten sonnigen Tage haben mich raus in den Garten gezogen. Hier fängt es langsam an immer grüner zu werden und die ersten Schlüsselblumen blühen. Ich freu mich so sehr auf den Frühling und kann es kaum erwarten mit dem gartln loszulegen! Auf den Beeten liegt zum Teil noch eine schützende Mulchschicht aus Laub und vereinzelt stehen Rosenkohl, Lauch und Grünkohl vom letztem Jahr dazwischen auch die Petersilie hat den Frost gut überwunden.

Der eigentliche Schauplatz ist aber heute die Fensterbank. Hier werde ich die nächsten Wochen meine Pflanzen für die Garten- und Balkonbeete vorziehen. Die letzten zwei Jahre habe ich das auch schon so gemacht, ein paar Pflanzen selber vorgezogen und den Rest in einer Bio-Gärtnerei gekauft.

Das habe ich für die Anzucht verwendet:

Pflanztöpfe

Dieses Jahr probiere ich verschiedenen Gefäßen für die Anzucht aus, wie Eierkartons, Blumentöpfen die ich die letzten Jahre von gekauften Pflanzen gesammelt habe aber auch gekaufte Saattöpfchen. So will ich rausfinden was für mich am besten passt.

Erde

Die Erde ist eine Torffreie Bio-Anzuchterde aus dem Baumarkt. Anzuchterde ist im besten Fall keim- und pilzsporenfrei dazu locker und nährstoffarm das sind die wichtigsten Voraussetzungen damit das Pflänzchen einen guten Start für die Entwicklung hinlegen kann. Das eindrucksvolle an einem Samenkorn ist, dass es die Nährstoffe die es für die Anfangszeit braucht schon mit sich trägt und nur darauf wartet, dass die Bedingungen wie Wärme und Feuchtigkeit um es herum stimmen, damit es losgehen kann!

Saatgut

Ich habe mein Saatgut noch von letztem Jahr und zusätzlich dieses Jahr ein paar Besonderheiten wie blauen Mais im Internet bestellt. Ganz spannend finde ich auch die Saatgutfestivals die an verschiedenen Standorten stattfinden bei denen seltenes Saatgut unter anderem von Hobbygärtnern getauscht oder verkauft wird und sie somit die Artenvielfalt schützen. Das ist wirklich eine super Sache!

Schilder (aus Papier, Zahnstocher und Klebestreifen)

Ganz wichtig, beschriften! Man weiß sonst nicht mehr was man wo reingepflanzt hat – so ging es mir jedenfalls schon. War aber auch irgendwie lustig, Pflänzchen wie lauter kleine Überraschungseier.

Essstäbchen

Die habe ich daheim gehabt und sie eignen sich super als Werkzeug zum pikieren und einpflanzen, wenn man sich nicht extra einen Pikierstab kaufen möchte. Als Schlagzeuger nimmt man einfach Drumsticks die man übrig hat – die eignen sich auch super dafür!

Glasflasche

Zum Gießen habe ich eine Glasflasche zu einer „Gießkanne“ umfunktioniert. Mit dem Daumen reguliere ich die Wassermenge.

Gartentagebuch

In dem notiere ich immer kurz was ich gepflanzt oder gemacht habe um reflektieren zu können was funktioniert hat und was nicht. Damit ich im Folgejahr davon lernen kann und immer besser werde.

Und so habe ich`s gemacht:

Überlegt euch zu Anfang was ihr am liebsten ernten, kochen und damit vorziehen wollt und wie viel Ihr in eurer Wohnung oder Gewächshaus platztechnisch unterkriegen könnt. Ich schreibe meine Gedanken, Wünsche und Ideen dazu in ein Gartentagebuch. Wenn euch interessiert was noch so in ein Gartentagebuch gehört, findet ihr weitere Infos hier.

Mein Tipp, fangt erstmal klein an! Wenn ihr euch mit zu vielen verschiedenen Pflanzen überfordert verliert ihr schnell den Spaß an der Sache. Ich muss mich dabei auch immer wieder bremsen damit nicht beim pikieren am Schluss die ganze Wohnung vollsteht und die Pflanzen dann noch Wochen drinnen stehen bis sie Mitte Mai dann raus können.

Wenn klar ist was ihr Pflanzen wollt, kann die Anzuchterde auf die Töpfe und Gefäße verteilen und mit dem Essstäbchen oder dem Finger macht ihr kleine Mulden in die Ihr die Samenkörnchen reinsetzen könnt. Auf den gekauften Samentüten stehen alle Infos die ihr für die Aussaat braucht. Ich z.B. war mal wieder übereifrig und habe den Mais schon jetzt vorgezogen obwohl er erst Ende Mai bereit für die Aussaat ist – mal sehen ob es trotzdem klappt, ich halte euch auf dem laufenden.

Steckt direkt nach jedem gesäten Topf ein Schildchen mit dem Namen der Pflanze rein, ihr habt sonst keine Ahnung mehr was wo reingepflanzt worden ist. Ich habe mir kleine Zettel ausgeschnitten, den Namen drauf und mit einem Klebestreifen an einem Zahnstocher geklebt. Es gibt hier aber viele Möglichkeiten – werdet erfinderisch!

Und jetzt heißt es warten, gießen und sich freuen, wenn die ersten Triebe aus der Erde spitzen. Oh wie schön ist doch der Frühling!

In 2-3 Wochen werden die Pflanzen pikiert/vereinzelt und wie ich das gemacht habe, zeige ich euch hier.

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