Das neue Gartenjahr planen

Wenn es draußen noch kalt ist und die Bete mit Schnee bedeckt sind, wird es Zeit das Gartenjahr zu planen. Wer mich kennt weiß, ich liebe es zu planen und so verwundert es nicht, dass ich mir vor drei Jahren ein Gartentagebuch angelegt habe. Das Buch ist mir seitdem eine große Hilfe, wenn es darum geht das letzte Jahr zu reflektieren um das neue planen zu können. Was ein Gartentagebuch ist und wie ich es nutze habe ich schon mal in einem Beitrag geschrieben, hier könnt ihr ihn nachlesen.

Ich finde es immer aufregend, wenn ein neues Gartenjahr beginnt und ich den Garten von „neu“ gestalten kann. Wie eine weiße Leinwand beim Zeichnen, mit meinen neuen Erfahrungen und Erkenntnissen von letztem Jahr kann ich etwas Neues schaffen. Das macht riesen Spaß!

1. Materialsammlung

Ich bereite mich auf die Planung vor, in dem ich alles zusammen suche was ich an Saatgut im Garten gesammelt/geerntet oder von letztem Jahr noch übrighabe.

2. Inspiration & Motivation

Ich mache mir einen Kaffee. Dann setze ich mich mit meinen top Gartenbüchern, meinem Saatgut und einem Laptop auf meinen Lieblingsplatz in der Wohnung und hole mir Inspirationen. Ich liebe diesen Part, sitze drinnen im warmen, draußen fällt der Schnee und die Vorfreude auf den Frühling wird immer größer.

Ich lasse mich gerne von anderen Gartenbegeisterten inspirieren und motivieren. Dazu gibt es viele Kanäle die ich nutzen kann, Bücher, Zeitschriften, Youtube, Intagram, Pinterest oder anderen Gartenwebseiten. Hier eine kleine Liste meiner Favoriten für Inspiration und Motivation:

Meine Lieblings Gartenbücher:

  • Der Selbstversorger von Wolf-Dieter Storl, ISBN-13: 978-3833851650
  • Küchengarten von Alys Fowler, ISBN-13: 978-3440126028

Schöne, motivierende und informative Webseiten (Manche haben auch wunderschöne Instagram Feeds)

Youtube:

Habt ihr hier auch Tipps? Immer her damit, schreibt es einfach in die Kommentare! 🙂

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3. Gartenrückblick

Wie lief es letztes Jahr? Was hat funktioniert und was nicht und warum? Wie war der Zeitpunkt der ersten Anzucht? Wenn ihr ein Gartentagebuch führt, fällt euch dieser Punkt leichter, man vergisst leider viel zu schnell. Lasst euch von dem Wort “Tage“-Buch nicht einschüchtern, es muss nicht wirklich täglich ausgefüllt werden, es kommen lediglich die wichtigsten Erfahrungen und Erkenntnisse rein um diese im Folgejahr nutzen zu können.

Meine Erkenntnisse aus dem letzten Jahr waren:

Ich habe die Ränder der Bete dicht mir Kräutern bepflanzt und das hat super geklappt. Es waren viel weniger Schnecken in den Beten ob das nun daran lag oder nicht, kann ich nicht sagen. Allerdings werde ich das definitiv wieder so machen. Es sah umwerfend aus, vor allem als der viele Schnittlauch geblüht hat.

Letztes Jahr habe ich dem „wilde“ in meinem Blognamen alle Ehre gemacht. In dem ich sehr viel, neben den geplanten Pflanzungen, spontan und intuitiv gepflanzt habe. Es waren fast keine Zwischenräume zwischen den verschiedenen Pflanzen. Vielleicht gab es dadurch weniger Ertrag aber auch weniger „Unkräuter“ da diese keinen Platz mehr hatten. Ich habe Radieschen, Phazelie, Ringelblumen, Senf und Kornblumen zum Teil zur Bodenverbesserung aber auch für die Bienen und Schetterlinge dazwischen gepflanzt. Es war wunderschön und das werde ich dieses Jahr wieder so machen.

Die Tomaten hatte ich mitten im Beet stehen und nicht mehr am Rand unterm Dach, da sind sie nämlich vorletztes Jahr Garnichts geworden. In den Beeten haben sie sich toll entwickelt, aber auf dem Balkon sind sie viel saftiger und aromatischer geworden. Dieses Jahr Pflanze ich alle Tomaten auf dem Balkon

4. Der Plan

Jetzt nehme ich mir das Gartentagebuch und Zeichne die Beete einzeln auf, schau mir den Plan von letztem Jahr an und welche Pflanzen in dem entsprechenden Beet standen. Ich überlege mir wie ich die geplanten Pflanzen am besten platziere, welche Beetnachbarn gut zueinander passen und welche nicht. Eine super Webseite dafür ist die Selfbio.de, hier gebe ich einfach den Namen der Pflanze ins Suchfeld ein und bekomme dann angezeigt welche Pflanzen sich gut vertragen und welche Beetvorgänger gut passen. Wirklich eine tolle und hilfreiche Seite!

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Dann mache ich mir eine Liste mit den Pflanzen die ich vorziehen möchte und wann ich das am besten machen will – hier vielleicht einen Termin in den Kalender setzen, kann nie schaden.

Die restlichen Pflanzen kaufe ich mir im Laufe des Jahres bei der Biogärtnerei in meiner Nähe. Wie ich das mit der Anzucht so gestalte, habe ich letztes Jahr in einem Beitrag geschrieben den ihr hier nachlesen könnt. Am 25. Februar ist im Ökologischen Bildungszentrum München von 10-17 Uhr ein Saatgutfestival da werde ich auf jeden Fall hingehen und mir weitere Inspirationen holen. Hier könnt Ihr weitere Termine zu Saatgutfestivals finden.

Mich würde interessieren wie ihr an eure Planung rangeht, macht ihr euch Pläne oder pflanzt ihr einfach drauf los? Schreibt es mir doch einfach unten in die Kommentare.

Jetzt wünsche ich euch genauso viel Spaß wie mir bei der Gartenplanung und ein Erfolgreiches neues Gartenjahr!

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